Deutsch-Französischer Wirtschaftstag der IHK zu Rostock fördert Handelsbeziehungen beider Länder

WIR, Zeitschrift der IHK Rostock, März 2007

Rostock, 22. November 2006. Seit 2004 finden im Rahmen der Nationentage in der Hansestadt Rostock bilaterale Wirtschaftstage statt. Nach Finnland 2004 und Lettland 2005 treffen sich Vertreter der Wirtschaft und Kommunalpolitik in diesem Jahr mit Gästen aus Frankreich. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH und dem Deutsch-Französischen Wirtschafts-Club für Mecklenburg-Vorpommern führt die Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) den Deutsch-Französische Wirtschaftstag am 24. November 2006 von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr in der IHK durch. Aus Frankreich nehmen u.a. der Wirtschaftsattaché der Botschaft der Republik Frankreich in der Bundesrepublik Deutschland, Vertreter des Hafens und der IHK Dünkirchen sowie der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer teil.

Die Veranstaltung dient dem Erfahrungsaustausch und der Wissensvermittlung über den Wirtschaftspartner Frankreich: Geboten werden konkrete und individuell zugeschnittene Informationen zur Markterschließung und -erweiterung in Frankreich sowie zur Finanzierung und Förderung von Geschäftsbeziehungen, Präsentationen von französischen Investoren, Erfahrungsberichte von erfolgreichen Unternehmen und eine Podiumsdiskussion zum Thema "Häfen und ihre Infrastruktur - Hochtechnologiestandorte der Zukunft?". In 45-minütigen Einzelgesprächen haben Unternehmer zudem die Möglichkeit, sich von französischen Marktexperten individuell beraten zu lassen.

Deutschland und Frankreich sind füreinander die mit Abstand wichtigsten Handelspartner. Nach vorläufigen Schätzungen führte Deutschland im vergangenen Jahr 10,2 % seiner Exporte nach Frankreich aus. Frankreich setzte 16 % seines Gesamtexports in Deutschland ab. Der intensive Handelsaustausch hat zu erheblichen Direktinvestitionen in beiden Ländern geführt. In den neuen Bundesländern ist Frankreich der zweitgrößte Direktinvestor. Stellvertretend hierfür stehen in Mecklenburg-Vorpommern die Eurawasser Nord GmbH und die Warnowquerung GmbH & Co. KG. Eurawasser, ein Tochterunternehmen der SUEZ Environnement, gilt mit dem in ganz Deutschland bekannten "Rostocker Modell" als Vorreiter der Public Private Partnership der deutschen Wasserwirtschaft. Der 790 m lange Warnowtunnel, Deutschlands erstes privat finanziertes Straßenbauprojekt, wurde durch französische Investoren realisiert. Diehl Aerospace eröffnete im September ein neues Entwicklungszentrum für luftfahrttechnische Systeme in Rostock.

Für die Veranstaltung nimmt die IHK zu Rostock, Fachbereichsleiterin Außenwirtschaft Petra Kubasch, Telefon 0381/338-250 noch Anmeldungen bis zum 23. November 2006 entgegen.
Andrea Schmidt-Schwonbeck beim Deutsch-Französischen Wirtschaftstag der IHK 2006